Vor der Fahrt
- Planen Sie ausreichend Zeit ein und prüfen Sie, ob die wichtigsten Fahrzeugunterlagen vorliegen.
- Sehen Sie sich Reifen, Scheiben, Leuchten und sichtbare Karosseriebereiche an.
- Stellen Sie Sitz, Spiegel und Lenkrad so ein, dass Sie das Fahrzeug sicher bedienen können.
- Testen Sie zentrale Bedienelemente wie Licht, Fensterheber, Klimatisierung und Infotainment.
Beim Start
Achten Sie darauf, wie der Motor beziehungsweise das Antriebssystem startet. Kontrollleuchten haben je nach Fahrzeug unterschiedliche Funktionen. Wenn eine Warnanzeige dauerhaft sichtbar bleibt oder Ihnen etwas unklar ist, fragen Sie gezielt nach.
Während der Fahrt
Lenkung und Geradeauslauf
Die Lenkung sollte nachvollziehbar reagieren. Beobachten Sie, ob das Fahrzeug auf ebener Strecke auffällig zur Seite zieht oder ungewöhnliche Vibrationen auftreten.
Bremsen
Testen Sie die Bremswirkung in einer sicheren Verkehrssituation. Auffällige Geräusche, starkes Rubbeln oder ein ungewöhnliches Pedalgefühl sollten angesprochen werden.
Schaltung und Antrieb
Bei Schalt- und Automatikgetrieben lohnt sich ein Blick auf saubere Gangwechsel und nachvollziehbare Reaktionen beim Beschleunigen. Fahren Sie nach Möglichkeit sowohl langsam als auch mit höherer Geschwindigkeit innerhalb der zulässigen Grenzen.
Geräusche
Schalten Sie Musik für einen Teil der Probefahrt aus. So lassen sich ungewöhnliche Geräusche von Fahrwerk, Innenraum oder Antrieb leichter wahrnehmen.
Nach der Fahrt
Nehmen Sie sich noch einige Minuten, bevor Sie entscheiden. Notieren Sie offene Punkte und vergleichen Sie Ihren Eindruck mit den Angaben zum Fahrzeug. Wenn Sie noch unsicher sind, stellen Sie weitere Fragen, statt wichtige Punkte offen zu lassen.
Auch der Alltag zählt
Testen Sie nicht nur, ob sich das Fahrzeug angenehm fährt, sondern auch, ob es zu Ihrem Alltag passt. Reicht der Platz im Kofferraum? Lassen sich Kindersitz, Einkauf oder Sportausrüstung gut verstauen? Sind Sicht und Sitzposition für Sie angenehm? Achten Sie auf die Bedienung von Klimaanlage, Scheibenwischern, Beleuchtung und Assistenzsystemen. Nehmen Sie sich genug Zeit, um mehrere Fahrsituationen kennenzulernen, soweit dies rechtlich und verkehrlich zulässig ist.
Nach der Fahrt: Beobachtungen sortieren
Überlegen Sie direkt nach der Rückkehr, was positiv und was ungeklärt geblieben ist. Dokumentieren Sie ungewöhnliche Geräusche oder Warnmeldungen und sprechen Sie diese an. Verlangen Sie keine schnelle Entscheidung von sich selbst, wenn noch Fragen offen sind. Klären Sie außerdem, welche Unterlagen zum Wagen gehören und ob sich frühere Reparaturen oder Wartungen belegen lassen. Eine strukturierte Rückfrage ist besser als eine spätere Überraschung.
Prüfen Sie nach Möglichkeit verschiedene Geschwindigkeitsbereiche und typische Straßenverhältnisse. Beachten Sie dabei stets die Verkehrsregeln und die mit dem Anbieter vereinbarte Strecke. Achten Sie auf Vibrationen im Lenkrad, die Reaktion der Bremsen und ungewöhnliche Geräusche beim Rangieren. Auch Gerüche aus der Klimaanlage oder Feuchtigkeit im Innenraum können Fragen aufwerfen. Dokumentieren Sie Auffälligkeiten sachlich, damit Sie diese vor einer Entscheidung klären können. Fragen Sie zudem, ob ein unabhängiger Fahrzeugcheck möglich ist. Er schafft eine zusätzliche Grundlage für die Kaufentscheidung, ersetzt aber nicht die Prüfung der Vertragsunterlagen.